Mittwoch, 07.01.2026

90 Einsätze in der Silvesternacht: Feuerwehr Brandenburg an der Havel zieht Zwischenbilanz

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Zwischen 07:00 Uhr am 31. Dezember 2025 und 07:00 Uhr am 1. Januar 2026 rückte die Feuerwehr Brandenburg an der Havel zu insgesamt 90 Einsätzen aus. Das waren 27 Einsätze mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Laut Feuerwehrangaben gab es keine Angriffe auf Einsatzkräfte und keine Verletzten unter Rettungspersonal.

Bilanz in Zahlen

Von den 90 Einsätzen entfielen 14 auf Brände, zwei auf ausgelöste Brandmeldeanlagen, 67 auf Rettungsdiensteinsätze, fünf auf Verlegungen beziehungsweise Krankentransporte und zwei auf technische Hilfeleistungen. Im Vergleichszeitraum 2024 zu 2025 waren 63 Einsätze registriert worden, darunter zehn Brände und 42 Rettungsdiensteinsätze. Für das Jahr 2025 weist die Feuerwehr einen Tagesdurchschnitt von rund 45 Einsätzen aus.

Einsatzorganisation und Personalstärke

Die Regionalleitstelle Brandenburg, zuständig für die Stadt Brandenburg an der Havel sowie die Landkreise Potsdam Mittelmark und Teltow Fläming, arbeitete an der Silvesternacht mit neun besetzten Arbeitsplätzen. Damit war die Leitstelle personell doppelt so stark besetzt wie an regulären Tagen. Bis zu fünf Mitarbeitende nahmen ausschließlich Notrufe an, weitere vier bearbeiteten die Einsätze nach regionaler Gliederung. Dieses Prinzip der Trennung von Notrufannahme und Einsatzbearbeitung sollte eine schnelle und parallele Abarbeitung ermöglichen.

Die Wachabteilung der Berufsfeuerwehr wurde um vier zusätzliche Funktionen verstärkt. Außerdem standen Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr zur Verfügung, wodurch zwei Tanklöschfahrzeuge zusätzlich zum regulären Löschzug fest besetzt waren. Die Ortsfeuerwehr Brandenburg an der Havel stellte von 19:00 Uhr am 31. Dezember bis 03:30 Uhr am 1. Januar ein weiteres Tanklöschfahrzeug mit sechs Einsatzkräften. Der reguläre Löschzug blieb für Wohnungsbrände und komplexe Lagen uneingeschränkt verfügbar. Zusätzlich war ein zweiter Führungsdienst vorgehalten, um bei parallelen Einsätzen oder größeren Lagen die Einsatzleitung zu unterstützen. Alle weiteren Ortsfeuerwehren waren in Bereitschaft.

Die Leitung des Gesamteinsatzes übernahm Feuerwehrchef Sebastian Kalka. Er begleitete den Einsatzbetrieb über 24 Stunden gemeinsam mit Freiwilligen Feuerwehren, Hilfsorganisationen, der Wachabteilung, dem Rettungsdienst und der Regionalleitstelle. Kalka wertete die Nacht als ruhig und sagte, die Vorbereitungen und das Einsatzkonzept hätten gewirkt. Er dankte den eingesetzten Kräften und hob hervor, dass keine Angriffe auf Rettungskräfte verzeichnet worden seien.

Rettungsdienstliche Verstärkung

Im Rettungsdienst stellte die Johanniter Unfall Hilfe von 19:00 Uhr am 31. Dezember bis 07:00 Uhr am 1. Januar einen zusätzlichen Rettungswagen. Damit standen im Stadtgebiet insgesamt sechs Rettungswagen zur Verfügung. Das Deutsche Rote Kreuz besetzte mit Ehrenamtlichen zwei Krankentransportwagen Typ B. Aufgrund des erhöhten Einsatzaufkommens wurde eines dieser Fahrzeuge bereits um 13:00 Uhr in Dienst genommen. Ein Krankentransportwagen war an der Ortsfeuerwehr Schmerzke stationiert, der zweite an der Feuer und Rettungswache Brandenburg.

Die Krankentransportwagen übernahmen Verlegungen, nicht lebensbedrohliche Einsätze, First Responder Einsätze und die Absicherung von Feuerwehreinsätzen. Ziel war es, die Rettungswagen zu entlasten und deren Verfügbarkeit für akute Notfälle zu sichern. Ergänzend wurde ein Organisatorischer Leiter Rettungsdienst in Rufbereitschaft versetzt, um bei größeren Schadenslagen die Einsatzleitung fachlich zu unterstützen.

Ausgewählte Einsätze der Silvesternacht

23:23 Uhr, Ortsteil Plaue: Brand einer Gartenlaube.

00:14 Uhr, Brandenburg Neustadt: Rauchentwicklung aus einem Dachstuhl.

00:25 Uhr, Brandenburg Hohenstücken: Brand mehrerer Mülltonnen an einem Gebäude.

01:01 Uhr, Brandenburg Hohenstücken: Balkonbrand.

01:27 Uhr, Brandenburg Altstadt: Rauchentwicklung in einem Gebäude.

Die Feuerwehr betont, dass die Maßnahmen und die personelle Verstärkung es ermöglichten, Kleinbrände zügig abzuarbeiten, ohne die Einsatzfähigkeit für Wohnungsbrände und größere Lagen zu beeinträchtigen.

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