Kufr stellt im Islam einen zentralen Begriff dar, der die Ablehnung des Glaubens an Allah sowie die Missachtung seiner Gesetze kennzeichnet. Er leitet sich von einem arabischen Wort ab, das „verleugnen“ oder „verbergen“ bedeutet. Im islamischen Kontext bezieht sich Kufr auf die bewusste Zurückweisung des Glaubens, wie er in den Lehren des Propheten Mohammed und im Koran vermittelt wird. Ein Kufr, auch als Kāfir bekannt, ist demnach eine Person, die den Īmān (Glauben) ablehnt und sich von den im Islam festgelegten Verhaltensweisen und Überzeugungen distanziert.
Eine besondere Form des Kufr ist die Apostasie, die die Entscheidung eines Gläubigen beschreibt, den Islam abzulehnen. Die Folgen dieser Leugnung sind schwerwiegend und betreffen nicht nur den persönlichen Glauben, sondern auch die Beziehung zu Allah. Wie in at-Tahawiyyah ausgeführt wird, könnten die Handlungen eines Kāfir zu einer strengen Abrechnung seitens Allah führen. Die etablierten Gebote und Verbote, die das Leben der Gläubigen regeln, bilden das Fundament des islamischen Glaubens. Insgesamt wird Kufr als eine schwere Sünde betrachtet, die das Wesen des islamischen Glaubens gefährdet.
Bedeutung des Begriffs Kafir
Im Kontext der islamischen Theologie spielt der Begriff Kāfir eine zentrale Rolle. Er bezeichnet einen Menschen, der im Unglauben lebt und die grundlegenden Glaubenssätze des Islams ablehnt. Dies steht im Gegensatz zu den Gläubigen, die ihren Īmān, ihren Glauben an Allah, den Propheten Mohammed und die heiligen Schriften wie den Koran, bekennen. Das Wort Kuffār wird häufig verwendet, um nicht-muslimische Personen zu beschreiben, die sich nicht den Lehren Allahs unterwerfen. Der Begriff hat tiefere Implikationen: Es wird oft auf die Konsequenzen hingewiesen, die aus dem Unglauben resultieren, etwa die Missachtung der Wohltaten Allahs, die durch den dschuhuudun-ni’mah in den Vordergrund gerückt werden. Für Muslime ist es essentiell, den Unterschied zum Glauben zu verstehen, um in der Gemeinschaft zu wachsen. Die islamische Lehre betont zudem, dass das Abweichen von der Anerkennung von Allah und seinen Zeichen als at-taghtiyah, das Verbergen der wahrhaftigen Überzeugungen, interpretiert werden kann. Damit stellt sich die Frage, wie der Weg zurück zu einer glaubensgerechten Lebensweise, dem āmana, gefunden werden kann.
Unterschied zwischen Muslimen und Kuffar
Die Differenz zwischen Muslimen und Kuffar ist im Islam von entscheidender Bedeutung. Kuffar sind Nicht-Muslime, die den Glauben an Allah und die Prophetie Mohammeds nicht akzeptieren. Während Muslime an den fünf Säulen des Islam festhalten – Salah, Zakah, Sawm und Hajj – lehnen Kuffar die Praktiken ab, die für Muslime essenziell sind. Unglaube, oder Kufr, weist auf eine Ablehnung der grundlegenden Lehren des Islams hin, einschließlich der Ehrerbietung gegenüber Allah, die im Koran festgehalten werden. Der Begriff Kāfir dient dazu, diejenigen zu kennzeichnen, die im Schirk und Götzendienst verharren, was für Muslime als äußerst schwerwiegende Sünde gilt. Wichtige islamische Gelehrte wie Ibn Bāz haben betont, dass die Kluft zwischen denjenigen, die an den Islam glauben, und den Kuffar, die ihn ablehnen, nicht nur theologisch, sondern auch sozial von Bedeutung ist. Die Achtung und die Ermahnungen zu Ehrfurcht gegenüber den Eltern, das Verstehen des Glaubens und die Vermeidung von Kufr sind zentrale Lehren, die den Muslim vom Kafir unterscheiden.
Folgen des Kufr im Glauben
Unglaube, im Islam als Kufr bezeichnet, hat tiefgreifende Folgen für den Glauben eines Individuums. Der Kafir oder Ungläubige ist jemand, der die Wahrheit Allahs, die durch den Koran und die Propheten Mohammeds offenbart wurde, ablehnt. Im Gegensatz zu den Gläubigen, die Salah, Zakah, Sawm und Hajj als Ausdruck ihrer Ehrerbietung praktizieren, fehlt dem Kafir oft diese spirituelle Verbindung. Das Christentum und der Atheismus sind beispielsweise als Formen des Unglaubens anzusehen, die die essentielle Beziehung zu Allah leugnen. Die Prophetie Mohammeds hat den Muslimen die Bedeutung des Glaubens an eine einzige Wahrheit vermittelt. Diese Ablehnung des Glaubens wird nicht nur als persönlicher Verlust angesehen, sondern auch als Bedrohung für die Gemeinschaft, da sie die grundlegenden Prinzipien des Islams untergräbt. Gläubige Muslimen wird geraten, sich von Kuffar fernzuhalten, um die eigene spirituelle Reinheit zu bewahren. Folglich wird das Bekenntnis zum Islam als der einzige Weg zur Erlösung anerkannt, während Kufr als Abweichung von dieser Wahrheit gilt.


