Dienstag, 23.06.2026

Kommissionieren: Definition, Methoden und praktische Beispiele für die Logistik

Tipp der Redaktion

redaktion
redaktionhttps://brandenburger-bote.de
Aktuelle Nachrichten aus Brandenburg und Berlin

Die Kommissionierung ist ein zentraler Aspekt der Logistik und beinhaltet die gezielte Auswahl von Produkten basierend auf Bedarfsmeldungen. In diesem Prozess werden aus einer breiten Produktpalette spezifische Artikel ausgewählt, um den besonderen Bedürfnissen von Kundenbestellungen oder Produktionsanforderungen gerecht zu werden. Diese Tätigkeit verlangt hohe Präzision, damit die gewünschten Produkte in der richtigen Menge und Qualität bereitgestellt werden können. Kommissionierer spielen dabei eine wichtige Rolle, da sie mit speziellen Greifwerkzeugen oder Pickern die benötigten Produkte aus Regalen oder Lagerräumen entnehmen. Abhängig vom Prozessdesign und den eingesetzten Technologien kann die Kommissionierung unterschiedlich ablaufen, und sie ist entscheidend für die Effizienz logistischer Abläufe. Eine Optimierung der Kommissionierung ermöglicht es Unternehmen nicht nur, die Lieferzeiten zu verkürzen, sondern auch die Zufriedenheit ihrer Kunden zu erhöhen.

Einstufige und mehrstufige Kommissionierung

Einstufige Kommissionierung bezeichnet den Prozess, bei dem die Warenentnahme in einer einzigen Phase erfolgt. In einem Lagersystem wird der Kundenauftrag in einem Schritt komplett bearbeitet, indem alle benötigten Artikel aus dem Artikelsortiment entnommen und zusammengestellt werden. Diese Methode eignet sich besonders gut für Aufträge, die eine geringe Komplexität aufweisen und bei denen die Effizienz maximiert werden soll. Im Gegensatz dazu steht die mehrstufige Kommissionierung, die mehrere Phasen umfasst. Hierbei werden Aufträge in Teilschritten bearbeitet, was häufig in Verbindung mit der Multi-Order-Kommissionierung steht. Diese Technik ermöglicht es, mehrere Kundenaufträge gleichzeitig zu bearbeiten, indem Artikel aus verschiedenen Aufträgen effizient zusammengeführt werden. Intralogistik-Systeme, die eine mehrstufige Kommissionierung unterstützen, bieten oft Vorteile in Bezug auf Flexibilität und Skalierbarkeit. Letztlich hängt die Wahl zwischen einstufiger und mehrstufiger Kommissionierung von den spezifischen Anforderungen des Lagers und des Auftrags ab.

Parallele und serielle Kommissionierung

Bei der Definition von Kommissionierung stehen verschiedene Verfahren im Fokus, insbesondere die serienorientierte parallele Kommissionierung. In diesem Ansatz werden mehrere Aufträge gleichzeitig bearbeitet, wodurch der Gesamtauftrag effizienter umgesetzt werden kann. Intralogistik spielt hierbei eine entscheidende Rolle, da durch intelligente Lagerverwaltungssysteme die Kommissionierzonen optimal organisiert werden. Hierbei werden Teilaufträge in Kommissionierbehältern gesammelt und nach Lagerzonen verteilt, um die Wegzeit des Kommissionierers zu minimieren. Die auftragsorientierte Verpackung ermöglicht es, Kundenaufträge pauschal zu bündeln, was die Prozesse während der Kommissionierung erheblich beschleunigt. Kontrastiert wird dies durch die serielle Kommissionierung, bei der Aufträge nacheinander abgearbeitet werden. Diese Methode eignet sich besonders für komplexe Aufträge, die eine präzise Abwicklung erfordern, jedoch zu längeren Bearbeitungszeiten führen kann. In beiden Fällen ist die Wahl des richtigen Kommissionierungsverfahrens entscheidend für die Effizienz und Flexibilität innerhalb der Logistik. Die häufigen Wechsel zwischen verschiedenen Lagerplätzen erfordern eine durchdachte Strategie, um die Effektivität zu maximieren.

Kommissionierungsverfahren und -systeme

Kommissionieren ist ein zentraler logistischer Prozess, der für Unternehmen von großer Bedeutung ist. Insbesondere bei der Auftragsbearbeitung von Kunden- und Produktionsaufträgen ist es unerlässlich, dass die Waren effizient und genau zusammengestellt werden. Unterschiedliche Kommissioniermethoden ermöglichen es, sowohl Teilmengen aus dem Gesamtsortiment als auch die gesamte Menge einer Bestellung effizient zu bearbeiten. Dabei spielen lagerspezifische und verbrauchsspezifische Bedarfsinformationen eine entscheidende Rolle, um die richtigen Artikel zur richtigen Zeit bereitzustellen.

In der Praxis kommen verschiedenen Verfahren zum Einsatz, um den Kommissionierprozess zu optimieren. Beispiele sind die papiergestützte Kommissionierung, bei der Auftragsinformationen auf Papier gedruckt werden, und moderne Pick-by-Voice-Systeme, die Sprachsteuereingaben nutzen. Grafiken zur Darstellung der Abläufe und Übungsfragen zum Verständnis der Kommissionierung ergänzen diese Systeme. Das Ziel dieser unterschiedlichen Ansätze bleibt jedoch konstant: eine effiziente Bearbeitung der Kommissioniervorgänge, um die Erwartungen der Auftraggeber zu erfüllen.

label

Weitere Nachrichten

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Aktuelle Nachrichten