Donnerstag, 16.05.2024

Was ist Ökostrom und warum sind nicht alle Energien erneuerbar?

Tipp der Redaktion

Maximilian Schneider
Maximilian Schneider
Maximilian Schneider ist ein erfahrener Journalist mit einem breiten Interessensspektrum, von Politik bis hin zu Kultur.

Ökostromtarife sind bei Verbrauchern beliebt, aber das Versprechen von 100 Prozent grüner Energie bedeutet nicht unbedingt, dass die Energiewende gefördert wird. Die Genossenschaft Green Planet Energy fordert mehr Transparenz in Bezug auf die Herkunft und den Nutzen von Ökostrom.

Deutschland bezieht bereits zwei Drittel seines Stroms aus erneuerbaren Quellen. Dennoch ist das Interesse an Ökostromtarifen groß. Die Kund:innen erwarten höhere ökologische Standards und einen Beitrag zur Energiewende. Der Begriff ‚Ökostrom‘ ist nicht geschützt, und Unternehmen können Kohlestrom als grün verkaufen. Herkunftsnachweise sind virtuelle Gütesiegel, die die tatsächliche Quelle des Stroms nicht verändern. In Deutschland sind nur wenige Herkunftsnachweise im Angebot, und viele Stromanbieter kaufen günstige ausländische Zertifikate. Dadurch haben viele Ökostromtarife keinen zusätzlichen Klimanutzen, da die Anbieter nicht in den Ausbau erneuerbarer Energien investieren. Es mangelt an Transparenz, und Verbraucher werden über Herkunftsnachweise im Unklaren gelassen. Es wird mehr Transparenz und strengere Regulierung für werbliche Aussagen gefordert.

Um sicherzustellen, dass Ökostromtarife tatsächlich die Energiewende fördern, ist mehr Transparenz bezüglich der Herkunft der Energie und der Investitionen in erneuerbare Energien erforderlich. Eine bessere Kennzeichnung der Stromquellen und eine strengere Regulierung für werbliche Aussagen könnten dazu beitragen, dass Verbraucher qualitativ hochwertige Ökostromtarife wählen können.

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