Die Stadt Brandenburg an der Havel hat auf das zunehmende Vorkommen des Eichenprozessionsspinners reagiert. Zwar ist die Lage bislang noch überschaubar, doch werden im Stadtwald vermehrt Gespinstnester festgestellt. Die Stadtverwaltung kündigt gezielte Reinigungsmaßnahmen an besonders sensiblen Orten an und trifft Haushaltsvorkehrungen für das nächste Jahr.
Befall und gesundheitliche Risiken
Die Raupen des Eichenprozessionsspinners tragen feine Brennhaare, die Hautreizungen, starken Juckreiz, Augenreizungen und Atemwegsbeschwerden auslösen können. Auch nach der Verpuppung bleiben die Haare in den Nestern zurück und können über längere Zeit durch den Wind verteilt werden. Aus diesem Grund empfiehlt die Stadt, Nester nicht zu berühren und Kinder sowie Haustiere fernzuhalten. Bei gesundheitlichen Beschwerden nach einem Kontakt soll ärztlicher Rat eingeholt werden.
Wer ist zuständig und wie wird gearbeitet
Für Bekämpfungsmaßnahmen im öffentlichen Raum ist die Stadt verantwortlich. Private Grundstückseigentümer müssen auf ihrem Gelände selbst Maßnahmen ergreifen. Die Koordination der Aktivitäten von Städten, Gemeinden und Landkreisen erfolgt derzeit auf Landesebene. Weil flächendeckende Bekämpfungsmaßnahmen nur in einem engen Zeitraum zwischen Ende April und Mitte Mai besonders wirksam sind, werden jetzt Befallsgebiete kartiert und für das kommende Jahr priorisiert.
Konkrete Maßnahmen und Haushaltsplanung
An besonders sensiblen Orten wie Kindertagesstätten, Schulen und Bushaltestellen lässt die Stadt befallene Bäume von Fachfirmen reinigen. Für diese Arbeiten stehen in diesem Jahr entsprechende Mittel zur Verfügung. Außerdem plant die Verwaltung bereits vorsorglich Mittel im Haushalt für das Jahr 2027 ein, um auf eine mögliche weitere Ausbreitung reagieren zu können.
Die Stadt bittet die Bevölkerung, Raupen oder Gespinstnester nicht selbst zu entfernen und entdeckte Nester zu meiden. Weitere organisatorische Details und Hinweise zum Verhalten werden von der Stadtverwaltung koordiniert.
Quelle anzeigen


