Ein Feuer in einem Müllunterstand in Potsdam hat am Mittag mehrere Balkone eines Mehrfamilienhauses in Brand gesetzt. Die Feuerwehr löschte die Flammen, kontrollierte Wohnungen auf Rauchschäden und konnte eine Ausbreitung auf das Wohngebäude verhindern. Personen wurden nicht verletzt.
Einsatz und Bekämpfung
Die Einsatzkräfte wurden gegen 13:20 Uhr in die Bartholomäus Neumann Straße im Bornstedter Feld alarmiert. Bereits auf der Anfahrt war eine deutliche Rauchentwicklung sichtbar. Beim Eintreffen stand der im Freien gelegene Müllunterstand in Vollbrand, die Hitze und Funkenflug hatten das Feuer auf mehrere benachbarte Balkone übertragen.
Unmittelbar nach dem Eintreffen gingen zwei Trupps unter Atemschutz gegen das Feuer vor. Sie löschten zunächst den Müllunterstand und anschließend die betroffenen Balkone, um ein Übergreifen auf die Fassade und weitere Gebäudeteile zu verhindern. Parallel dazu kontrollierten weitere Einsatzkräfte die betroffenen Hauseingänge und überprüften die Wohnungen auf eine mögliche Rauchausbreitung. In den Wohnbereichen konnten weder eine Brandausbreitung noch eine relevante Verrauchung festgestellt werden.
Nachlöscharbeiten und Bilanz
Das Feuer wurde nach kurzer Zeit unter Kontrolle gebracht und vollständig gelöscht. Anschließend führten die Einsatzkräfte umfangreiche Nachlöscharbeiten durch. Mit einer Wärmebildkamera wurden Balkone und Fassade auf verbleibende Glutnester untersucht. Der beschädigte Müllunterstand musste geöffnet werden, um versteckte Glutnester endgültig abzulöschen. Nach Aufräum- und Sicherungsarbeiten übergaben die Kräfte die Einsatzstelle gegen 15:00 Uhr an die Polizei.
Insgesamt waren 36 Einsatzkräfte mit zehn Fahrzeugen der Freiwilligen Feuerwehren Bornim, Bornstedt und Zentrum sowie der Berufsfeuerwehr Potsdam vor Ort. Der Rettungsdienst war vorsorglich zur medizinischen Absicherung bereitgestellt. Es gab keine Verletzten. Trotz Schäden am Müllunterstand und an mehreren Balkonen blieben alle Wohnungen bewohnbar. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Zur Höhe des Sachschadens liegen bislang keine Angaben vor.
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